Nicht nur für Jungs: Ausbildung im R+S-Handwerk

Start in eine sichere Zukunft

„Es gibt Berufe, die auch in schwierigen Zeiten eine sichere Zukunft bieten“ – Ingo Plück, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Rollladen + Sonnenschutz e.V. (BVRS), weist deshalb auf den Ausbildungsberuf des Rollladen- und Sonnenschutzmechatronikers (RS-Mechatroniker) hin. Das R+S-Handwerk hatte in den vergangenen, für viele Branchen schwierigen, zwölf Monaten ununterbrochen zu tun. Der Beruf des RS-Mechatronikers bietet auch deshalb gute Perspektiven, weil er zum Klimaschutz beiträgt.

Die vergangenen Sommer mit ihren Rekordtemperaturen haben die Nachfrage nach Sonnenschutzprodukten für Haus und Terrasse steigen lassen. Klimaforscher prophezeien für die nächsten Jahre und Jahrzehnte einen weiteren Anstieg der Durchschnittstemperaturen sowie eine Häufung extremer Wetterphänomene wie Stürme und Hagelschlag. Vermeintliche Sonnenschutzschnäppchen aus dem Baumarkt oder dem Internet kapitulieren angesichts solcher Naturkräfte. RS-Mechatroniker bieten mit ihren Produkten dagegen langlebige Qualität – ob Sonnensegel, Markisen, Jalousien, Screens oder Rollläden.

Moderne Technik trifft klassisches Handwerk

RS-Mechatroniker fertigen Rollläden und Sonnenschutzprodukte nach den Wünschen und Ansprüchen ihrer Kunden auf Maß an. Während zum Beispiel der Bau einer Markise nach handwerklichen Fähigkeiten verlangt, grenzt die Einbindung ihrer Antriebsmotoren in die Hauselektrik an Hightech. „In eine Smart Home genannte Haussteuerung eingebunden, funktioniert der Sonnenschutz vollautomatisch oder lässt sich per App steuern“, sagt Wilhelm Hachtel, Vorstandsvorsitzender der Industrievereinigung Rollladen-Sonnenschutz-Automation (IVRSA). Wegen der Vielzahl an Produktdesigns und Farben gehört eine ausführliche Beratung von Hausbesitzern zu den Aufgaben eines RS-Mechatronikers – auch ein Grund, warum der Ausbildungsberuf für junge Frauen attraktiv ist.

Krisensichere Karriere im Handwerk

Wer sich für die Ausbildung interessiert, sollte einen guten Schulabschluss vorweisen können. Einzelne schlechte Noten sind nicht unbedingt ein Problem. Viele Auszubildende starten erst nach der Schule richtig durch, wenn sie den abwechslungsreichen Handwerksberuf selbst erleben. So winkt nach der Gesellen- die Meisterprüfung und damit die Befähigung, einen eigenen Betrieb zu leiten. Wem das als Karriereziel nicht reicht, der kann anschließend auch ohne Abitur studieren. So oder so, der Beruf hat Zukunft: Mit Sonnenschutz vom Fachmann bleibt es im Sommer angenehm kühl im Haus – auch ohne energiefressende Klimaanlage. Und im Winter hilft der Sonnenschutz, die wertvolle Heizungswärme im Haus zu halten. RS-Mechatroniker leisten daher mit ihrer Arbeit einen eigenen Beitrag zur Senkung des CO2-Ausstoßes und damit zum Klimaschutz.

Weitere Informationen zur Ausbildung als Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker und zu nahegelegenen Fachbetrieben gibt es unter www.rs-mechatroniker.de.


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