Lösungen

Innen- und außenliegender Sonnenschutz

Wer im Frühjahr dachte, die Arbeit im Homeoffice sei auf einige Wochen beschränkt, sieht sich getäuscht: Viele Arbeitnehmer und Selbstständige müssen seitdem notgedrungen an provisorisch eingerichteten Arbeitsplätzen zu Hause arbeiten. Jetzt im Herbst steht die Sonne wieder tiefer und stört bei der Arbeit am Computer. – Höchste Zeit, dagegen etwas zu unternehmen.

Ein innenliegender Sonnenschutz hilft gegen zu viel Sonnenlicht. Mit ihm lässt sich der Lichteinfall steuern. Die einfachste Lösung ist ein Rollo. Den bewährten Klassiker gibt es als Springrollo, mit Endlos-Perlkette, Kettenzug und mit elektrischem Antrieb. Die auch Faltstores genannten Plissees sorgen ebenfalls für Schatten oder regulieren das Tageslicht nach Wunsch. Sie bestehen aus einer gefalteten Stoffbahn. Zieht man das Faltenpaket entlang der Spannleinen nach oben oder unten auseinander, lässt sich der Lichteinfall steuern. „Innenliegender Sonnenschutz ist nicht nur praktisch. Die von den Fachbetrieben des Rollladen- und Sonnenschutzhandwerks angebotenen Formen, Farben und Dessins passen zu vielen verschiedenen Einrichtungsstilen und werten das eigene Zuhause auch optisch auf“, sagt Wilhelm Hachtel, Vorstandsvorsitzender der Industrievereinigung Rollladen-Sonnenschutz-Automation (IVRSA).

Schutz vor Blendung und der Privatsphäre

Alternativ zu Rollos, Plissees und Co. lässt sich die gewünschte Wirkung auch durch außen angebrachten Sonnenschutz erreichen. Dann regeln Außenjalousien und Raffstores mit ihren verstellbaren Lamellen den Lichteinfall und verhindern so störende Blendeffekte. Im Trend liegen auch sogenannte Screens. Das sind Gewebebahnen, die in Führungsschienen vor den Fenstern laufen und die besonders gut zur Architektur moderner Gebäude passen. Je nach Material und Ausführung ermöglichen sie heruntergefahren den Blick nach draußen, schirmen aber gegen neugierige Blicke ab und sorgen so für Privatsphäre.

Im Winter schön warm, im Sommer angenehm kühl

Soll der Sonnenschutz nicht nur den Lichteinfall steuern, sondern auch Energie sparen, können innen- und außenliegender Sonnenschutz auch kombiniert werden. „Heruntergefahrene Rollläden dämmen die Fenster und schützen in der kühlen Jahreszeit vor Wärmeverlusten. Bei zu viel Sonne verhindern sie ein Aufheizen der Räume und ersparen den Einsatz einer Klimaanlage. So lässt sich ganzjährig Energie sparen“, sagt Marcus Baumeister vom Technischen Kompetenzzentrum des Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz e.V. (BVRS). Der Effekt lässt sich zum Beispiel durch die Kombination mit innenliegendem Sonnenschutz noch verstärken. Dann bildet sich nicht nur außen zwischen Fenster und Rollladen eine isolierende Luftschicht, sondern innen eine weitere – ideal für den Fall, dass die Arbeit im Homeoffice weitergeht.


Ratgeber